Ich habe neulich ein Gespräch belauscht, ein wahrhaftiges Gespräch zweier Männer, die sich über die junge Mädchengeneration ausweinten. Wie sehr ihnen doch der männliche Einfluss fehle; alleinerziehende Mütter, in der Schule nur Frauen, überall fliesse Östrogen in teuflischen Massen. Und wie recht sie haben! Auf der Strasse läuft mehr MaxFactor und Maybeline herum als Haut und Wimpern. Die Vorbildrolle der fraulichen Weibsbilder überrennt jegliches Schwitzen und Furzen, nimmt uns Männern die Chance, den Mädchen auch ein bisschen maskuline Härte mitzugeben.
Personen des öffentlichen Lebens, die seit jeher ihre Pranken um junge Fräuleins klammerten und sie mindesten so gut erzogen wie ihre Eltern, die Beispiele Eminem, 50 Cent, die sind vorbei. Kein Mann mehr da draussen. Die wurden alle platt gemacht von Boybands, Cher Fans und Justin Biebers. Man muss sich also nicht wundern, dass Mädchen weder Fischen noch Bilder aufhängen können, sondern auch nichts von Fussball verstehen und "Desperate Housewives" einem Dreier vorziehen.
Wie man also sieht, männliche und weibliche Vorbilder sorgen sich um die männlichen und weiblichen Vorbilder der Männchen und Weibchen, da hilft auch kein Cüpli und schon gar kein Bier.
Parodie auf Michele Rotens "Jedes Mannsbild ein Vorbild?", Das Magazin, 2/2012
film it, it's historical. // we'll be reborn bigger and stronger, but less alive -
der gewinn, eine strasse, gepflastert mit den kindern der ewigen mutter.
die törichten fragen im dünnen fluss der lügen, die tage mariniert und abgepackt, aufbewahrt auf der hintersten gedankenbank eines alten hofes scheune.
vor dir ein tuch, so dünn und undurchdringbar, fragiler als ein regentropfen im wind, so kleinlich und zerstörbar spannt sie die mächtigsten aller flügel um dich, die eisernen und zitternden, festen und harten flügel der zukunft. eine pistole und die ganze spannkraft löst sich in der katastrophe eines blinden auges. vorsicht.
die törichten fragen im dünnen fluss der lügen, die tage mariniert und abgepackt, aufbewahrt auf der hintersten gedankenbank eines alten hofes scheune.
vor dir ein tuch, so dünn und undurchdringbar, fragiler als ein regentropfen im wind, so kleinlich und zerstörbar spannt sie die mächtigsten aller flügel um dich, die eisernen und zitternden, festen und harten flügel der zukunft. eine pistole und die ganze spannkraft löst sich in der katastrophe eines blinden auges. vorsicht.
letzthin wieder mal was anständiges von mir gefunden. vom 34. november 1845 oder so.
"Mit Aussicht auf Rotwein und schöne Menschen liess ich mir’s schon unter der Dusche zu Neil Youngs „Heart of Gold“ gut gehen und erzürnte mit meinem Engelsgesang nicht nur meinen zumeist griesgrämig und stets sehr haarigen Bruder, sondern auch den doofen Wintervogel vor dem Fenster, dessen Namen ich mir noch nie merken konnte.
Wie jeder 19jährige (und bald auch stolzer nicht- mehr- Teenager) schleppe ich mich durch die eingefrorenen Winterstrassen der hiesigen Altstadt, auf dem Weg zum kollektiven Glücksreiten in einer Spelunke. Menschliche Fasanen mit Vokuhilas und glänzenden Bomberjacken suchen sich ihre vollbusigen Opfer aus, die emotional Verwirrten suchen Trost unter ihresgleichen und Leute wie ich trinken einfach nur Rotwein und diskutieren über die Fleischkleider von Lady Gaga.
Im Wochenendgetümmel, zwischen Gläsern, Zigarettenrauch und viel verworrenem Haar, beobachte ich die Versuche der einsamen Seelen, die ihren Lebensabschnittspartner fürs Leben finden wollen. In einer Freitagnacht, der Boden ist von den tiefen Temperaturen und den hohen Promillewerten ziemlich Glatt geworden – auf diesem eisigen Parkett hoffen die Traurigsten auf ihre schimmernde Gestalt im Mondlicht, den Charme mit Geschlechtsteil oder die Stimme zum güldenen Schlüsselchen.
Während mir beim fünften Bier diese Gedanken durch den Kopf wanderten, gluckste ich etwas gar laut. Das Glück findet man irgendwann auf dem Boden eines Bierglases, vielleicht auch erst auf dem Boden des fünften Bierglases, und es mag unwahres Glück sein, aber man findet es zumindest."
"Mit Aussicht auf Rotwein und schöne Menschen liess ich mir’s schon unter der Dusche zu Neil Youngs „Heart of Gold“ gut gehen und erzürnte mit meinem Engelsgesang nicht nur meinen zumeist griesgrämig und stets sehr haarigen Bruder, sondern auch den doofen Wintervogel vor dem Fenster, dessen Namen ich mir noch nie merken konnte.
Wie jeder 19jährige (und bald auch stolzer nicht- mehr- Teenager) schleppe ich mich durch die eingefrorenen Winterstrassen der hiesigen Altstadt, auf dem Weg zum kollektiven Glücksreiten in einer Spelunke. Menschliche Fasanen mit Vokuhilas und glänzenden Bomberjacken suchen sich ihre vollbusigen Opfer aus, die emotional Verwirrten suchen Trost unter ihresgleichen und Leute wie ich trinken einfach nur Rotwein und diskutieren über die Fleischkleider von Lady Gaga.
Im Wochenendgetümmel, zwischen Gläsern, Zigarettenrauch und viel verworrenem Haar, beobachte ich die Versuche der einsamen Seelen, die ihren Lebensabschnittspartner fürs Leben finden wollen. In einer Freitagnacht, der Boden ist von den tiefen Temperaturen und den hohen Promillewerten ziemlich Glatt geworden – auf diesem eisigen Parkett hoffen die Traurigsten auf ihre schimmernde Gestalt im Mondlicht, den Charme mit Geschlechtsteil oder die Stimme zum güldenen Schlüsselchen.
Während mir beim fünften Bier diese Gedanken durch den Kopf wanderten, gluckste ich etwas gar laut. Das Glück findet man irgendwann auf dem Boden eines Bierglases, vielleicht auch erst auf dem Boden des fünften Bierglases, und es mag unwahres Glück sein, aber man findet es zumindest."
ein autobiografisches werk, das hauptsächlich die alkoholischen exzesse, die vielen linien koks und die unaufhörlichen partynächte eines jungen züribueben beschreibt. eine matt- glitzernde welt, ergreifend erzählt durch ihre schamlose wahrheit, offenbart gnadlose einblicke in die dunkle macht der drogen. ein buch über ein sensibles häufchen elend, das sich selbst verliert und versucht, den verfickten absprung noch rechtzeitig zu schaffen. die krassen einstiche verlaufen sich nach der hälfte etwas und die schockwirkung setzt nur noch selten ein, trotzdem sehr empfehlenswert.
1.3 jahre später
die alte und leicht verwirrt aussehende frau kratzte sich an ihrer viel zu gross gewachsenen nase und blickt über ihre schulter, so gut sie ihren kopf drehen konnte. ihr roter faltenrock klebte fest und kalt an ihren stützstrümpfen. der harte und seit drei tagen andauernde frontregen hatte sich in ihre über und über roten kleider eingefressen, wie ein riesiges rudel nasser motten. ein kalter und scharfer wind zog sich durch die dreckige, graue unterführung des alten bahnhofs, die längst ergrauten haare der alten frau wehten dank ihrer dünnheit wie eine verbrauchte und verbleichte militärsflagge in alle richtungen. bei jedem ihrer holprigen schritte ertönte ein dumpfer klang, ein gemisch aus wasser, dreck und unsicherheit. sie stolperte über den mit kaugummi und zigarettenstummeln übersäten betonboden des muffigen durchgangs, fluchte über eine horde pubertierender teenagern, die sich mit hartem billigalkohol aus der tanke am ecken vollaufen liessen, als wären sie bereits hart eingesottene junkies der untersten sozialen schicht einer US-amerikanischen grossstadt. der keuchende atem der jetzt ängstlich aussehenden frau wurde tiefer und ihr unsicherer gang glich dem einer verwundeten katze. das unregelmässige, trockene pochen ihres kranken, sterbenden herzens war schwach. ihre augen, die von der schrumpligen und hängenden haut fast verdeckt wurden, erloschen mit einem ausdruck von panik, ergrauten und leerten sich. der dunkle aufprall des fragilen körpers ertönte wie ein warnschuss durch die ganze unterführung. einzelne blicke der übelriechenden teenager führten zu der jämmerlichen gestalt am boden, von welcher sie die genaue bezeichnung nicht zu benennen wussten, bis sie den unbarmherzigen tod auf dem eingefrorenen bahnhofsboden entdeckten.
1.3 jahre vorher
nach all dieser zeit, man wird schnell, zu schnell verrückt. ich habe mir schon gedacht, es könnte doch etwas, ja sein, etwas. und warte. natürlich warte ich, wieso nicht. alle warten. ausser jenen, die jetzt moustache haben, aber nein, ich möchte keinen moustache, oder selbst wenn, mir egal. vielleicht, das grosse und unbedeutsame wort vielleicht. ich würde gerne flehen, aber das darf ich nicht. ich will nicht verloren sein. ich sehe, was man tun muss. nichts. weil alles andere falsch wäre. man nimmt das leben nicht immer wahr, wie wahr. ich vergesse, leider. es geht ja gut. blind sind wir, wir alle, wir alle anwesenden. sülzen, sülzen nur das ganze programm, bitte. ich gebe nichts darauf, ich lasse es nicht sein, ich lass es sein, würde ich gerne, jedenfalls, nein. versuch und scheitern.

(geschossen von bigna p., mis hündli.)

(geschossen von bigna p., mis hündli.)
totale obsession.
"i want you to let go of all of your insecurities. i want you to free yourselves of anyone or anything that's ever made you feel like you don't belong or you don't fit in, or you're not pretty enough or can't dance well enough or can't sing well enough or can't love well enough or can't do anything well enough, always remember: you're a goddamn superstar and you were born this way." manchmal weine ich. und dann wieder nicht, der lauf der vorbeiziehenden tage erregt die trübe brühe meiner selbst und lässt sie im nächsten moment wieder heller scheinen als ein frisch geborener diamant. den berg, der mir zu erzwingen aufgetragen wird und wurde, wird und wird immer höher. ebenso wie meine schritte grösser werden. ich könnte ein buch von rätsel schreiben, glaube ich.
kurz gesagt: mir ist langweilig, schaue youtube videos und denke für 5 sekunden an die zukunft.
kurz gesagt: mir ist langweilig, schaue youtube videos und denke für 5 sekunden an die zukunft.
meine naivität arbeitet oft gegen mich; so stehe ich da als fleischgewordene traurigkeit, lebe mein leben um rauszufinden, warum ich lebe. the true void is between my legs? nein, ich glaub nicht. 'even if i'll learn to struggle away doesn't mean i won't get caught again', den glitzer von den wimpern geblinzelt. tränende texte, endlose farben und exzessive düfte, darin verliere ich mich und bereite mich auf das unerwartete vor. zur ansammlung von kleinodien wird es uns lenken, da hege ich keinen finsteren zweifel. eine gute woche wird das, wahrlich.
"is mir doch wurscht was der kellerjud da vorne labert."
manchmal passiert sowas unglaubliches wie selbstübertreffung. ich erinnere mich an stromlinienförmige sehnsucht und schmutzabweisende zuneigung. nicht dass ich wüsste wie das ist, aber ich erinnere mich, wie ich versuchte, es zu wissen oder eben nicht zu wissen. (jetzt hat mein iTunes per zufallswiedergabe gerade james blunt zum nächsten titel auserkoren. mein zimmer nimmt gerade popstarsähnlichen charakter an. vielleicht ist ja eben noch mein hamster gestorben oder so.)
bin also wieder zurück an dem punkt, wo man von freitag bis sonntag lebt, jegliche gewollte anstrengung für's nachtleben aufspart und die verarbeitung von bier (ich trink drum nur noch bier. ein weiterer furz von mir, der vermutlich ganze 5 tage anhalten wird, bis mir das nächste mal etwas anderes angeboten wird.) aber ich freue mich, wie der chemiker auf seine erste explosion. wie gesagt, auf dem rücken des neuen zukunfstkindes steht "gute zeit". und jetzt hat iTunes "i bet you look good on the dancefloor" ausgewählt. ich werte das als omen. let's get wasted und so zeugs halt, bittesehr. ja, let's, let's do it.
bin also wieder zurück an dem punkt, wo man von freitag bis sonntag lebt, jegliche gewollte anstrengung für's nachtleben aufspart und die verarbeitung von bier (ich trink drum nur noch bier. ein weiterer furz von mir, der vermutlich ganze 5 tage anhalten wird, bis mir das nächste mal etwas anderes angeboten wird.) aber ich freue mich, wie der chemiker auf seine erste explosion. wie gesagt, auf dem rücken des neuen zukunfstkindes steht "gute zeit". und jetzt hat iTunes "i bet you look good on the dancefloor" ausgewählt. ich werte das als omen. let's get wasted und so zeugs halt, bittesehr. ja, let's, let's do it.
"in den blauen augen spiegelte sich das schimmenrn des fernsehers. der film war schlecht, sowas soll ein drama sein, dachte er sich, schüttelte den kopf und drückte auf off. ein glas wasser kippte um, er fluchte leise. der klingelton seines neuen handys nervte ihn und so drückte er die flüchtig bekannte einfach weg. er mochte sie nicht, oder nicht mehr, sie hatte einen kaputten zahn und roch unangenehm.
einige minuten stand er vor dem grossen badzimmerspiegel und fragte sich, ob sich alles lohnen würde. müsse ja eigentlich, so wurde es einem immer erzählt. das alte ehepaar vom einkaufen heute, immer noch sieht er sie vor sich. kein wort wechselten sie. er nimmt den käse, sie das brot, als ob diese gewohnheit schon seit jeher anhalten würde. sie leben den rest ihres lebens, gemeinsam um nicht alleine zu sein. gesprächsstoff gab's vermutlich seit jahrzehnten nicht mehr, ausser als das alte fräulein von gegenüber verstorben war. sowas möchte ich nicht, murmelte er sich zu. er stoss sich den zeh an der schlafzimmertür. im bett liegend flüsterte er nochmal: nein, sowas möchte ich nicht. die nassen wangen trockneten sich am kissenbezug."
einige minuten stand er vor dem grossen badzimmerspiegel und fragte sich, ob sich alles lohnen würde. müsse ja eigentlich, so wurde es einem immer erzählt. das alte ehepaar vom einkaufen heute, immer noch sieht er sie vor sich. kein wort wechselten sie. er nimmt den käse, sie das brot, als ob diese gewohnheit schon seit jeher anhalten würde. sie leben den rest ihres lebens, gemeinsam um nicht alleine zu sein. gesprächsstoff gab's vermutlich seit jahrzehnten nicht mehr, ausser als das alte fräulein von gegenüber verstorben war. sowas möchte ich nicht, murmelte er sich zu. er stoss sich den zeh an der schlafzimmertür. im bett liegend flüsterte er nochmal: nein, sowas möchte ich nicht. die nassen wangen trockneten sich am kissenbezug."
sowas zieht man sich auch nur dann rein, wenn man es eigentlich vermeiden sollte.
hausarbeit ist für mich seit kurzem gleichbedeutend mit über das leben nachdenken: schlussendlich ist man für alles selbst verantwortlich, erst recht als adoleszenter. hat man probleme, kann man eine dankeskarte an sich selbst schreiben. ich frag mich wie das rauskommt, wenn ich mutter und kindheit von meiner ersten eigenen wohnung aus auf wiedersehen winke. dann fängt's ja erst richtig an. proscht nägeli.
hausarbeit ist für mich seit kurzem gleichbedeutend mit über das leben nachdenken: schlussendlich ist man für alles selbst verantwortlich, erst recht als adoleszenter. hat man probleme, kann man eine dankeskarte an sich selbst schreiben. ich frag mich wie das rauskommt, wenn ich mutter und kindheit von meiner ersten eigenen wohnung aus auf wiedersehen winke. dann fängt's ja erst richtig an. proscht nägeli.
chef zu mir: "ich bin eine halbe stunde weg, wand fertig ab(wasauchimmerdingseln)." natürlich gönne ich mir und meiner bequemlichkeit eine erste zehnminutenpause.
kommt der olle doch tatsächlich unter der treppe hevorgekrochen, als wäre dahinter der geheime eingang zum gryffindor-turm, und meint: "du bist glaub ich nich so brauchbar", wischt sich den staub von den hosen und murmelt etwas von nach hause gehen, während er mir meinen schal zuwirft.
immerhin hab ich's zwei stunden ausgehalten. das ist mehr als ich mir selber zugetraut habe.
kommt der olle doch tatsächlich unter der treppe hevorgekrochen, als wäre dahinter der geheime eingang zum gryffindor-turm, und meint: "du bist glaub ich nich so brauchbar", wischt sich den staub von den hosen und murmelt etwas von nach hause gehen, während er mir meinen schal zuwirft.
immerhin hab ich's zwei stunden ausgehalten. das ist mehr als ich mir selber zugetraut habe.
eigentlich warten wir doch alle auf den ersten tag vom rest unseres lebens. und doch wollen wir uns noch lange nicht festlegen.
wir stelzen durch die adoleszenz, wo es uns hinführt, wissen wir nicht. von tausend säulen haben wir einige, die essentiellen aber ausgelassen. zurückgeworfen stehe ich da, wo ich bereits schon mal stand. man redet und redet, doch das schlechtreden machts nicht schlechter. eigentlich wissen wir was wir wollen; was wir dann mal haben, ist auch das, und doch wird es das völlig andere sein, von den vorstellungshäufen, welche unsere köpfe und seelen gerade beherbergen. witzig. gut oder nicht gut, es ist gut und nicht gut. olivenloser martini und magnesium, immerhin.
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